Vorwort

Es gibt Menschen, die können ihre Gefühle und Emotionen am besten in Gedichten ausdrücken. Ich gehe sogar noch ein Stück weiter – ich verarbeite  meine Probleme, indem ich sie in die Versform bringe. Wie oft habe ich schon gehört: „Wie machst du das?“ „Bei dir sieht das Reimen so leicht aus.“ Nun... es ist einfacher als Ihr glaubt. Und jeder, der sich die Mühe macht und sich traut, ist in jedem Falle in der Lage, sich auf dieser phantasievoll - wundersamen Welle der Poesie treiben zu lassen. Man muss es nur erstmal versuchen. Hat man erstmal das Thema und einen  Anfang,  geht  der  Rest  beinahe  von  allein.

Nun gibt es aber nicht nur lustige und positive Gedichte. Dieses Buch handelt von der dunklen Seite der Gefühle. Von dem Teil, des Bewusstseins, über dass man nicht gern spricht ... ja selbst in den Gedanken negiert, obwohl diese Art von Emotionen in einem Jeden von uns stecken und bekanntlich die gewaltigsten ... verheerendsten   aller  Gefühle  sind.

Dieses Buch ist nichts für depressive Menschen. Es handelt von Hoffnungslosigkeit, unerfüllter Liebe, Selbstaufgabe, Angst, Hass, Verzweiflung  und Tod.

In den letzten 2½ Jahren als (mehr oder weniger) Single habe ich eine Unmenge an Eindrücken und Erfahrungen gesammelt. Ich stand an tiefen Abgründen und nicht selten schoss ich danach kerzengerade in den Himmel voller Geigen. Ich habe lernen müssen, dass das Leben manchmal so brutal ist, dass man glaubt nur noch einen Ausweg zu haben. Allein meine vielen Freunde gaben mir immer wieder den Mut und die Energie mich aufzurappeln und das Leben wieder zu bejahen. Diese Freunde waren es auch, die mich ermutigt haben, diese Gedichte zu publizieren, obwohl ich sie, wie schon erwähnt, mehr zum Selbstzweck als aus musischen Gründen schrieb. Wer weiß wofür es gut ist. Vielleicht reicht es ja für den einen oder anderen „Leidenden“ schon aus, zu wissen, dass er nicht allein mit seinen Problemen steht. Einsamkeit ist etwas Furchtbares und wer schon jemals wirklich einsam war, der weiß, was ich meine. Dieses Buch ist keineswegs ein literarisches Meisterwerk, sondern vielmehr eine Anregung und ein Spiegel meiner selbst. Die Kunst, Worte zu einem Gedicht zu formen, welches sich im Anschluss sogar als sinnvoll erweist, ist eigentlich keine, denn bei der Riesenauswahl an Vokabular hat man nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zu dichten und zu reinem. Aber genug der Vorrede. Viel Spaß ...

Euer Rerei